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Aufsparrendämmung:

Wärmedämmung, bei der der Dämmstoff direkt auf dem Holzsparren aufliegt.

Aufwandszahl (EnEV):

"Die Aufwandszahl stellt das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen dar und ist somit der Kehrwert des Nutzungsgrades, der bislang in der Anlagentechnik hauptsächlich Verwendung fand. Die Rechenvorschriften im Rahmen von DIN V 4701-10 "Energetische Bewertung heiz- und raumlufttechnischer Anlagen" sehen vor, dass die Beschreibung der energetischen Effizienz des Gesamtanlagensystems über Aufwandszahlen erfolgt.
Verluste des Heizungssystems treten bei der Wärmeübergabe, der Wärmeverteilung, der Wärmespeicherung und der Wärmeerzeugung auf. Diese Verluste können bei Berücksichtigung von Primärenergiefaktoren für die eingesetzten Energieträger in einer Gesamt-Anlagenaufwandszahl eP zusammengefasst werden.
Eine kleine Aufwandszahl kennzeichnet ein energetisch günstiges Heizungssystem. Multipliziert mit der Summe aus
Heizwärme- und
Warmwasserwärmebedarf resultiert die Zielgröße, der Jahres-Primärenergiebedarf QP.
QP = (Qh + Qw)eP
." 

Blower Door:

Meßmethode zum Feststellen der Luftdichtigkeit einer Gebäudehülle.
Dabei wird bei geschlossenen Fenstern und Außentüren mit einem Ventilator Raumluft aus dem Haus gefördert. Die bei einem eingestellten Unterdruck von 50 Pa entweichende Raumluft entspricht der Außenluftmenge, die über Leckagen in die Gebäudehülle eindringt.

Brutto-Grundfläche:

Die Brutto-Grundfläche ist die Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen ohne nicht nutzbare Dachflächen, berechnet zwischen äußeren Maßen in Fußbodenhöhe, einschl. äußerer Bekleidung, aber ohne konstruktive oder gestalterische Vor- und Rücksprünge. Sie gliedert sich in Konstruktions- und Netto-Grundfläche (aus DIN 277).

Dachdämmsysteme:

Das Dachdämmsystem - Für Gebäude welche mit- Passivhaustechnologie errichtet werden sind keine besonderen Dachformen vorgeschrieben
Sofern Dachkonstruktionen in Holzbauweise angewendet werden, wird die Verwendung von Holz - I - Trägerkonstruktionen in Ingenieurbauweise angeraten

  • einfache Verarbeitung
  • hohe Wärmedämmung:
    U-Wert 0,09 W/(m²K) = durchschnittliche Dämmschicht von rd. 30 cm
  • Zwischen OK Sparrendämmung und UK Lattung (5cm) werden die Solarabsorberrohrsysteme verlegt

Dämmen oder Wärmedämmung:

Der Begriff "Dämmen" oder "Wärmedämmung" ist richtig, wenn es rund um das Haus mit Dach, Wand und Boden geht.
  • Wärmeschutz im Winter, um das Haus gegen einen erhöhten Wärmeverlust zu schützen
  • Wärmeschutz im Sommer, um das Haus gegen Überhitzung an heißen Tagen zu schützen.

Dampfsperre:

Eine Dampfsperre ist eine Stoppschicht für Feuchtigkeit.
Wasser kann auch als Dampf nicht hindurch. Die Dampfsperre z.B. im Dach verhindert, dass der in der Raumluft enthaltene Wasserdampf in die Dämmschicht und in den Dachstuhl gelangt. Denn Wasserdampf, der in die im Winter nach außen hin immer kälter werdende Dämmschicht gelangt, kondensiert und kann zur Durchfeuchtung der Dachkonstruktion führen. Dachsparren und Latten können dadurch beschädigt werden. Eine Dampfsperre vermeidet dies und schützt dadurch die gesamte Dachkonstruktion.

Diffusion:

Diffusion ist die Wasserdampfdurchdringung eines Bauteils, Wasserdampf "wandert" (diffundiert) von innen nach außen.

Endenergiebedarf (EnEV):

"Energiemenge, die für die Gebäudebeheizung unter Berücksichtigung des Heizwärmebedarfes und der Verluste des Heizungssystems sowie des Warmwasserwärmebedarfs und der Verluste des Warmwasserbereitungssystems aufgebracht werden muss. Der Jahresheizenergiebedarf oder Endenergiebedarf bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte Hilfsenergie mit ein, ist aber nach den benutzten Energieträgern zu differenzieren.
Die Hilfsenergie wird an der "Schnittstelle" Gebäudehülle übergeben und stellt somit die Energiemenge dar, die vom Verbraucher bezahlt werden muss." 

Energiebedarfsausweis (EnEV):

"Für neu zu errichtende Gebäude wird über die Energieeinsparverordnung die Ausstellung eines Energiebedarfsausweises gefordert. Dieser fasst die wesentlichen Berechnungsergebnisse des Nachweisverfahrens zusammen und weist die Kenngrößen, über welche die Anforderungen formuliert sind, aus. Weiterhin wird in dem Dokument der Endenergiebedarf angegeben, der als Vergleichswert zu dem tatsächlich auftretenden Verbrauch herangezogen werden kann. Da die Berechnungen auf bestimmten normierten Ansätzen (z.B. Meteorologie, Nutzerverhalten) beruhen, ist die Vergleichbarkeit zwischen Rechnung (Prognose) und Messung (tatsächlicher Verbrauch) nur eingeschränkt möglich..." 

Funktionsflächen:

Die Funktionsflächen dienen der Unterbringung zentraler betriebstechnischer Anlagen, z.B. für Abwasser, Wasser, Heizung, Gas, elektrischen Strom, Fernmelde-, Raumluft- und Fördertechnik, von Abfall- und Feuerlöschanlagen. (aus DIN 277)

Heizenergiebedarf (EnEV):

"Energiebedarf, die für die Gebäudeheizung unter Berücksichtigung des Heizwärmebedarfs und der Verluste des Heizungssystems aufgebracht werden muss.
Verluste des Heizungssystems treten bei der Wärmeübergabe, der Wärmeverteilung, der Wärmespeicherung und der Wärmeerzeugung auf. Diese Verluste werden in einer Anlagenaufwandszahl zusammengefasst. Eine kleine Aufwandszahl kennzeichnet ein energetisch günstiges Heizungssystem." 

Heizwärmebedarf (EnEV):

"Die Wärmemenge, die von dem Heizsystem (Heizkörper) dem Raum bzw. dem Gebäude zur Verfügung gestellt werden muss, um die entsprechende Raumtemperatur aufrecht zu halten.
Die Größe wird durch die Bilanzierung von Wärmeverlusten (
Transmission und Lüftung) und Wärmegewinnen (solare und interne) ermittelt und gekennzeichnet - unter Berücksichtigung definierter Nutzungsbedingungen - die wärmeschutztechnische Qualität der Gebäudehülle." 

Isolieren:

Den Begriff "isolieren" benutzt man nur beim Isolieren von Leitungen, Rohren usw., in der Architektur spricht man jedoch von "dämmen" oder "Wärmedämmung".

Konstruktions-Grundfläche:

Die Konstruktions-Grundfläche ist die Summe der Grundflächen aller aufgehenden Bauteile in den Grundrissebenen einschließlich der Grundflächen von Schornsteinen, nicht begehbaren Schächten, Türöffnungen, Nischen und Schlitzen, gemessen in Fußbodenhöhe einschließlich Putz oder Bekleidungen, aber ohne Fußleisten und ohne vorstehende Teile von Fenster- und Türbekleidungen. (aus DIN 277)

k-Wert:

Der k-Wert (neu: U-Wert) ist der "Wärmedurchgangskoeffizient".
Er dient der wärmetechnischen Beurteilung von Bauteilen und beschreibt den Wärmestrom durch ein Bauteil in Watt pro Quadratmeter Fläche bei einem Kelvin Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenseite. Je kleiner dieser Wert ist, desto besser ist der Wärmeschutz.

Luftdichtigkeit:

Die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle verhindert, dass warme, feuchte Luft durch ein Bauteil dringt und durch Kondensieren Schäden anrichten kann. Die Luftdichte eines Gebäudes kann einfach und schnell mit dem Blower Door - Meßsystem überprüft werden.

Luftfeuchte:

Luft kann Wasser in Form von Dampf aufnehmen, speichern und in Form von Kondensat wieder abgeben. Die maximal aufnehmbare Menge an Wasser ist von der Lufttemperatur abhängig. Luft von 0 °C kann 5 g Wasser pro Kubikmeter aufnehmen, Luft von 20 °C bereits 17 g und Luft von 30 °C sogar 30 g pro Kubikmeter. Bei der Kühlung von Luft wird irgendwann der Taupunkt erreicht, an dem die Luft 100 % Feuchte erreicht und das Wasser nicht mehr dampfförmig bleibt. Es entsteht Kondensat.
Die Oberflächentemperatur an den Außenbauteilen wird von der Wärmedämmung der Konstruktion bestimmt. Je besser die Wärmedämmung, desto höher ist die Oberflächentemperatur und umso weniger besteht die Gefahr der Kondensatbildung und somit von Feuchtschäden.

Netto-Grundfläche:

Die Netto-Grundfläche ist die Differenz zwischen Brutto-Grundfläche und Konstruktions-Grundfläche. Netto-Grundflächen von Raumteilen unter Schrägen mit lichten Höhen unter 1,5 m sind getrennt zu ermitteln. Die Netto-Grundfläche gliedert sich in Nutzflächen, Funktionsflächen und Verkehrsflächen. (aus DIN 277)

Nutzflächen:

Die Nutzflächen dienen der Nutzung des Bauwerks aufgrund seiner Zweckbestimmung. (aus DIN 277)

Nullenergiehaus:

Hohen Rang und allgemeine Geltung haben die Veröffentlichungen des Instituts für Bauphysik (IBP) unter Leitung des Prof. Dr. Dr. Ing. Gertis am Fraunhofer - Institut hinsichtlich der Klassifizierungsparameter.

Hiernach werden vergleichsweise Gebäude mit einem Jahres – Heizenergie - Verbrauch von
  • 70 – 30 kWh/m² a als Niedrigenergiehaus
  • 30 - 18 kWh/m² a als Passivhaus
  • 18 kWh/m² a als Nullenergiehaus
definiert und von Behörden wie von der Bau – und Immobilienwirtschaft als verbindliches Bewertungskriterium und im Marktgeschehen genutzt.

Primärenergiebedarf (EnEV):

"Energiemenge, die zur Deckung des Endenergiebedarfs benötigt wird unter Berücksichtigung der zusätzlichen Energiemenge, die durch vorgelagerte Prozessketten außerhalb der Systemgrenze "Gebäude" bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe entstehen.
Die Primärenergie kann als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2-Emission, herangezogen werden, da der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird." 

Abbildung rechts zeigt den Bilanzrahmen für Primärenergie

Nullenergiehaus - Technologie bezieht auch die Primärenergie in ihre Forschung ein

Spezifischer, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogener Transmissionswärmeverlust (EnEV):

"Die europäische Norm DIN EN 832 definiert einen "spezifischen Transmissionswärmeverlust" als Wärmestrom durch die Außenbauteile je Grad Kelvin Temperaturdifferenz. Durch zusätzlichen Bezug auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche wird aus diesem Kennwert eine energetische Eigenschaft des Gesamtgebäudes, die dem "mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten" entspricht, der bis 1994 wesentlicher Anforderungsgegenstand der Wärmeschutzverordnung war." 

sd-Wert:

Der sd-Wert beschreibt den Widerstand, den ein Baustoff gegenüber Wasserdampfdurchgang (Wasserdampfdiffusion) besitzt. Je größer der sd-Wert, um so größer der Widerstand des Baustoffs gegenüber Wasserdampfdurchgang.

Thermografie:

Die Thermografie ist die visuelle Abbildung der Oberflächentemperaturen.
Dabei wird genutzt, dass alle Gegenstände Strahlen in Form von elektromagnetischen Wellen aussenden. Da die Strahlungsintensität von der Temperatur des strahlenden Körpers abhängt, lassen sich den von der Kamera erfassten Signalen entsprechende Temperaturen zuordnen. Diese werden dann auf dem Thermogramm durch unterschiedliche Farben sichtbar gemacht (z. B. hell entspricht "warm", dunkel entspricht "kalt"). Durch die Thermografie kann man nun Wärmelöcher oder Leckagen an Außenwänden von Gebäuden erkennen.

Transmission:

Hier zu verstehen: Das Durchlassen von Wärme durch ein Bauteil (Boden, Wand, Decke, Dach, Fenster). Bauteile mit guter Wärmedämmung weisen nur geringe Transmissionswärmeverluste auf.

Untersparrendämmung:

Wärmedämmung, bei der der Dämmstoff raumseits unter dem Holzsparren liegt.

U - Wert:

Der U-Wert (früher k-Wert) ist der "Wärmedurchgangskoeffizient".
Er dient der wärmetechnischen Beurteilung von Bauteilen und beschreibt den Wärmestrom durch ein Bauteil in Watt pro Quadratmeter Fläche bei einem Kelvin Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenseite. Je kleiner dieser Wert ist, desto besser ist der Wärmeschutz. (Siehe auch k-Wert)

Verkehrsflächen:

Die Verkehrsflächen dienen dem Verkehr innerhalb des Bauwerks und dem Verlassen im Notfall (ausgenommen sind Bewegungsflächen innerhalb von Nutz- und Funktionsflächen wie Gänge zwischen Einrichtungsgegenständen). (aus DIN 277)

Wärmebrücke:

Als Wärmebrücke (auch Kältebrücke genannt) bezeichnet man einzelne, örtlich begrenzte Schwachstellen einer Baukonstruktion, durch die mehr Wärme fließen kann als durch die umgebenden Flächen. Eine der bekanntesten Wärmebrücken ist die nach außen zum Balkon durchgezogene Betondecke. Wärmebrücken bewirken an einzelnen Stellen niedrigere Oberflächentemperaturen, wodurch sich Tauwasser und Schimmelpilze bilden können. Darüber hinaus entstehen erhöhte Wärmeverluste, was einen erhöhten Heizenergiebedarf bewirkt. Wärmebrücken sind oft die Ursachen von Bauschäden. Eine sichere Methode zur Vermeidung von Wärmebrücken ist eine das gesamte Bauwerk einhüllende Wärmedämmung.

Warmwasserbedarf (EnEV):

"Für den Warmwasserwärmebedarf ist bei Wohngebäuden pauschal ein Wert von Qw = 12,5 kWh/(m2a) zu berücksichtigen..." 

Winddichtigkeit:

Die Winddichtigkeit der Gebäudehülle verhindert, dass kalte Außenluft nicht in das Haus eindringen kann.

Wohnfläche:

Die Wohnfläche einer Wohnung ist die Summe der anrechenbaren Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu der Wohnung gehören. Die Wohnfläche eines einzelnen Wohnraumes besteht aus dessen anrechenbarer Grundfläche.
Zur Wohnfläche gehört nicht
  • die Grundfläche von Zubehörräumen (z.B. Keller, Waschküchen, Abstellräume außerhalb der Wohnung, Dachböden, Trockenräume, Schuppen, Garagen und ähnliche Räume)
  • Wirtschaftsräumen (z.B. Futterküche, Vorratsraum, Backstube, Räucherkammer, Stall, Scheune ...)
  • Geschäftsräume
Zur Ermittlung der Wohnfläche nach der II Berechnungsverordnung sind anzurechnen:
  • voll: die Grundflächen von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 Metern
  • zur Hälfte: die Grundflächen von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 1 Meter und weniger als 2 Metern und von Wintergärten, Schwimmbädern und ähnlichen, nach allen Seiten geschlossenen Räumen
  • nicht: die Grundflächen von Räumen oder Raumteilen mit einer lichten Höhe von weniger als 1 Meter
    Gehören ausschließlich zu dem Wohnraum Balkone, Loggien, Dachgärten oder gedeckte Freisitze, so können deren Grundflächen zur Ermittlung der Wohnfläche bis zur Hälfte angerechnet werden.
    (aus II. Berechnungsverordnung)

Zwischensparrendämmung:

Wärmedämmung, bei der der Dämmstoff zwischen den Holzsparren liegt. Der Nachteil ist, dass die Sparren eine Wärmebrücke darstellen und dadurch Wärme entweicht und Kälte eindringt.

Anmerkung:

          Definition übernommen von: Deutsche Energie-Agentur GmbH Berlin

... haben Sie das schon gewusst ??

1 Person gibt am Tag 1-2 Liter Flüssigkeit durch Atemluft und Schwitzen in das Haus ab,
das Kochen ca. 2 Liter, Baden, Waschen und Pflanzen ca. 3 Liter

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